Spagyrik und Alchymie - Das Elixir der Kunst Alchymie ist – wie Paracelsus es ausdrückte – die uralte Kunst des rechten Umgangs mit den Dingen der Natur. Uralt und dennoch zeitlos, ewig jung, bildet sie den Kern aller großen heilkundlichen Traditionen in Ost und West. Alchymie – gleichbedeutend mit „Spagyrik“ – ist die Kunst, das Handwerk, um aus Pflanzen und Mineralen ihre Wirkkräfte zu erschließen, durch Destillation, Calcination u.s.f., eingebettet in einen umfassenden und – aus Sicht der Natur – „stimmigen“ philosophischen Hintergrund, oder paracelsisch formuliert: Naturverständnis und Praxis haben ihren Grund in der Natur. Das Erkennen der Wirkkräfte ist ars signaturae (Signaturenkunde), die „Kunst die Zeichen zu verstehen“, welche dann in der handwerklichen Praxis der Präparation, des Aufschließens, Scheidens, Vereinigens, umgesetzt wird. Solcherart entstehen spagyrische Essenzen, Elixire u. dgl. mehr – Lebensmittel im wahrsten Sinne, da in ihnen die lebendigen Kräfte wirken und die jeweilige „Idee“ (Quintessenz) der Pflanze oder des Minerals vollständig nutzbar gemacht wird.
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